Swiss Connection

Swiss Connection

Ob das K von K-Swiss für Künzli oder Kalifornia steht, ist Ansichtssache. Die Schweizer sagen, es steht für Künzli und die Amerikaner meinen, es stehe für Kalifornien – ist ja klar, denn wer auf der anderen Seite des Atlantiks kann Künzli aussprechen. Wahr ist, dass die Geschichte der zwei Schuhhersteller K-Swiss in Kalifornien und Künzli in Windisch miteinander verwachsen ist, dass beide Firmen heute eine Tennisschuhlinie führen, der Amerikaner dazu noch eine Lifestyle-Kollektion produziert und der Schweizer Orthopädieschuhe herstellt. Die Geschichte geht so: In den Sechzigerjahren wandern die beiden Brüder und passionierten Tennisspieler Brunner nach Kalifornien aus. Sie verkaufen in der neuen Heimat Künzlis Modell «Winner» und benennen die Marke K-Swiss. Der Schweizer Patron verkauft ihnen das Patent der Schnürung – die fünf Streifen umschliessen den Schuh wie eine schützende Hand, geben dem Fuss Komfort und Halt und dem Schuh das Aussehen. In der Folge stellen beide Firmen auf beiden Seiten des Atlantiks die gleichen Tennisschuhe her. In Amerika verkaufen die Brunners 1986 K-Swiss für 16 Millionen Dollar an eine Investorengruppe – der amerikanische Traum aller Einwanderer geht in Erfüllung.

Zeitgleich fabriziert Künzli bis in die Sechzigerjahre nebst den Tennisschuhen auch Sportschuhefür Hockey, Eislauf und Fussball. Doch der Erfolg ist dem Patron zuwider, er will seine Firma nicht vergrössern und sucht eine Nische, die ihm erlaubt, Schuhe in einer überschaubaren Menge herzustellen. Er entwickelt orthopädische Schuhe und produziert nur noch Tennisschuhe in Serie. Die neue Patronin Barbara Artmann setzt nun auch auf Freizeit und Mode und so tragen an der Olympiade in Athen alle Schweizer vor und nach dem Sport Künzlis Freizeitschuh. Egal, auf welcher Seite des Atlantiks: Der Schweizer Schuh steht für K wie Karriere oder Kareer – aber das ist Ansichtssache.

 

You may also like...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *