Stolpersteine

Stolpersteine

Endlich: Solothurn kann Grenchen gute partnerschaftliche Dienste anbieten. Da die Grenchner Begegnungszone offenbar lauter Steine des Anstosse(n)s aufweist (vgl. gestrige Ausgabe «Grenchen»), gibt es zur Unfallverhütung nur eine Langzeit strategie: Liebe Grenchnerinnen und Grenchner, trainiert in Solothurn! Wir verfügen über Übungspisten für Anfänger bis hin zu den ganz «Fortgeschrittenen». Eine kleine Auswahl gefällig?

Abgestufte Schwierigkeitsgrade bietet die Hauptgasse: Die schräge «Halfpipe» rund um den Märetplatz ist ein ideales Einstiegspflaster für das Schräghang-Traversieren mit Pumps. Dank Zementfugen zwischen den roten Porphyrplatten leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad – Zusatzrisiko: Marronischalen. Weiter vorne, gegen die Jesuitenkirche hin, ist präzises Gehen angesagt: Absätze, die schmaler als zwei Zentimeter sind, versinken unweigerlich im Sand, der einen Pflasterstein vom andern abgrenzt.

Brandneu und deshalb begehrt ist die neue Pflästerung vor dem «SolHeure». Sie liefert auch gleich die Er-klärung, warum alle mit ihrer Karosse vor dem Uferbau vorfahren: Das ge-stylte Publikum weist einen hohen Prozentsatz Stiletto-Schwärmerinnen auf, die nächtens dem Absatz- und/oder Knöchelbruch vorbeugen möchten.

Ein absolutes «Hardcore-Pflaster» für Könner bietet die Schmiedengasse an – ein Tal der Tränen für High Heelsund eine Goldgrube für Schuhmacher wie Orthopäden. Da weint das Hühnerauge; es bröselt der Nagellack auf den Zehen. Auf der Schmiedengasse haben schon Top-Models das Wackel-Wagnis absolviert, um auf Milanos Laufstegen nicht als gefallener Engel aufzufallen. Unser Tipp für Grenchnerinnen und Grenchner: Unbedingt ausprobieren; anfänglich vielleicht den Schaufenstern entlang hangeln oder aber mindestens eine Zweierseilschaft gründen…

Zuletzt noch das Sonderangebot für fragile Fuss-Fakire: der Riedholzplatz. Altehrwürdige, rundgeschliffene Kiesel-Katzenköpfe laden zum Trippeln mit angehaltenem Atem ein. Die paar abschüssigen Meter zwischen dem Altersheim Thüringenhaus und der Ba-seltor-Bar sind aber auch die ultimative Kontakt- und Flirtzone. Man(n) schreitet also über die ersten Steinhöcker, neben sich eine recht reservierte Begleiterin. Wetten dass? Noch zwei Schritte, und schon hakt sie sich unter. Et voilà!

 

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